ClimateDiseaseRisk
Modellierung vektorübertragbarer Krankheiten in Österreich
Projektziel
Neue „exotische“ Vektoren wie Stechmücken und Zecken breiten sich zunehmend in Österreich aus. Damit steigt das Risiko für das Auftreten bisher nicht heimischer Krankheiten. Ziel des Projekts im zweijährigen Zeitraum vom 1.1.2024 bis zum 31.12.2025 war es, ein System zur Modellierung und Risikobewertung vektorübertragbarer Krankheiten aufzubauen.
Stechmücken
Für die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wurden Risikokarten erstellt, die potenzielle Überwinterungsgebiete in Österreich zeigen. Grundlage sind meteorologische Daten, Habitatsparameter sowie Daten aus aktivem (AGES) und passivem Monitoring („Mosquito Alert“). Daraus wurde das Risiko für Erkrankungen wie Dengue, Chikungunya oder Zika abgeschätzt.
Zecken
Eine eigene Smartphone-App wurde entwickelt, um Zeckenbeobachtungen durch verschiedene Nutzergruppen (Citizen Science, Expert:innen der AGES, Vterinärmediziner:innen, ...) zu erfassen. Daten zur Zeckenaktivität wurden mit Vogelzug- und Tierdaten abgeglichen, um die Verbreitung neuer Zeckenarten wie Hyalomma zu bewerten. Die daraus entstandenen Risikokarten zeigen potenzielle Hotspots für die das Auftreten der Hyalomma in Österreich.
Risikobewertung
Die Kosten unterschiedlicher Bekämpfungsmaßnahmen werden den Kosten des Nicht-Handelns gegenübergestellt. Ziel ist war, evidenzbasierte und wirtschaftlich sinnvolle Handlungsempfehlungen abzuleiten. Diese Ergebnisse sind im Endbericht des Projekts zusammengefasst.